Würzburg, 28. Juni 2006

FDP – Fraktion für Wiederaufleben des Etats für Sportinvestitionen

500.000 Euro für 2007 gefordert.

Die FDP – Fraktion im Würzburger Stadtrat fordert die Verwaltung auf, im Haushaltsentwurf für 2007 den Etat für Investitionen der Sportvereine für eigene Anlagen wieder Aufleben zu lassen.

Spatz: „Wir bitten die Verwaltung im Haushaltsentwurf für das nächste Jahr 500.000 Euro und in der mittelfristigen Finanzplanung 250.000 Euro pro Jahr für die Folgejahre für Sportinvestitionen vorzusehen.“ An die Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat gerichtet sagt Spatz weiter: „Wir bitte alle Fraktionen herzlich, unserem Entschließungsantrag zu folgen, damit möglichst frühzeitig eine klare Meinung vom Stadtrat zu diesem für manche Vereine entscheidenden Thema deutlich wird.“

In den letzten Jahren habe der Würzburger Sport, so Spatz weiter, in großer Solidarität mit der Stadt, schmerzliche Kürzungen ohne Klagen hingenommen. Deshalb sei es jetzt, da ein wenig Entspannung im Haushalt eingetreten sei, an der Zeit, dringend anstehende Maßnahmen zu unterstützen.

Spatz: „Dabei dienen die 500.000 Euro zum Abbau der Bugwelle, die wir in den letzten Jahren vor uns herschieben und die 250.000 Euro in den Folgejahren entsprechen dem früheren Zustand, der sich sehr bewährt hatte.“

 

Von Seiten des Würzburger Sports wird der Investitionsstau in vielen Vereinen mit eigenen Anlagen sehr glaubhaft vorgetragen. In den vergangenen Jahren war es der Stadt Würzburg wegen der angespannten Haushaltslage nicht möglich gewesen, in angemessener Weise Unterstützung zu leisten. Zudem sind die meisten Vereine durch höhere Strom-, Gas oder Wasserkosten zusätzlich belastet worden. Spielräume für Beitragserhöhungen sind angesichts der Gesamtwirtschaftlichen Situation und der preisgünstigeren Beiträge im Umland nicht gegeben.

 

Das Geld soll vor allem der Substanzsicherung bei den Sportstätten dienen.

Spatz: „Wenn die Vereine ihre Sportstätten nicht hinreichend in Schuss halten können, wäre das, auch aus Sicht der Stadt, kurzsichtig und wirtschaftlich nicht vertretbar, da die Folge-kosten nicht durchgeführter Sanierungen nach aller Erfahrung wesentlich höher sind als die Sanierungen selbst.“

Trotz der Zuschüsse hat Würzburg vergleichsweise niedrige Kosten für Sportstätten, da im Würzburger System der „Subsidiarität im Sport“ viele Sportstätten den Vereinen gehören, die einen erheblichen Anteil an den Kosten selbst tragen. Die kommunale Trägerschaft von Sportstätten kommt die Kommunen nach aller Erfahrung wesentlich teuerer.

Spatz abschließend: „Wir sollten die Verschnaufpause im Haushalt nutzen, um unseren Partnern im Sport zu helfen, das unbedingt notwendige tun und Folgeschäden vermeiden zu können.“


Neueste Beschlüsse


  • 5. Mai 26
    Im Namen des Volkes?
    Die Freien Demokraten setzen sich für eine umfassende Digitalisierung und mehr Transparenz in der Justiz ein. Ein moderner Rechtsstaat lebt davon, dass gerichtliche Entscheidungen nachvollziehbar, zugänglich und überprüfbar sind.
  • 5. Mai 26
    Fliegen ist kein Luxus – stoppt die ideologische Luftfahrtpolitik!
    Der Luftverkehr ist kein Luxusgut, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Er verbindet Menschen, Märkte und Regionen – schnell, zuverlässig und über Grenzen hinweg. Deutschland profitiert wie kaum ein anderes Land von internationaler  Mobilität. Trotzdem wird der Luftverkehr hierzulande zunehmend politisch ausgebremst.
  • 5. Mai 26
    Das Fußballstadion ist kein Hochsicherheitsgefängnis
    Der Fußball in Deutschland lebt von Fankultur, Emotionen und gesellschaftlicher Teilhabe. Hunderttausende Menschen besuchen jedes Jahr Spiele in den Profiligen, engagieren sich in Vereinen und prägen eine lebendige Sportlandschaft. Gleichzeitig verschärfen sich sicherheitspolitische Debatten: Die Innenministerkonferenz (IMK) fordert immer wieder neue Maßnahmen,...
  • 5. Mai 26
    Der größte Lump im ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant
    Eine liberale Demokratie lebt von offener Debatte, kontroversem Austausch und dem